Noch bevor wir Menschen die Stärken unserer Hunde erfassen können,

 

haben die Hunde unsere Schwächen meisterhaft ausgenutzt!

 

(Nadja Heimgärtner)

 

 

 


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Ein paar Worte und Gedanken...

 

... und meine persönliche Strategie für ein harmonisches Miteinander!

 

Über die Erziehung des Hundes gibt es genügend Fachliteratur, gute- wie auch nicht so geeignete! Viele Hundeschulen bieten heutzutage kuriose Kurse an, wo fleißig im Kreis gelaufen wird; Sitz, Platz und Fuß stehen an der vordersten Stelle. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass in vielen Fällen nicht vernünftig auf die Bedürfnisse des Vierbeiners eingegangen wird, bzw auf das Team- Mensch und Hund. Leider treiben viele Laien hier ihr Unwesen und meinen auch noch, sie würden gute Arbeit leisten.

Jeder  Hund ist ein Unikat, somit gibt es kein Schema "F" für die Haltung und Erziehung der Fellnasen. Wichtig in meinen Augen ist es, artgemäß auf den Hund einzugehen und ihn als solchen zu verstehen! Hund für Hund, Rasse für Rasse.

 

Beginnen wir mal mit dem gängigsten Satz: Mein Hund soll gut folgen!

 

Nun, wenn man diesen Begriff einmal durchleuchtet, bedeutet er nichts anderes als, mein Hund soll mit mir gehen und das möglichst gerne. Nicht mehr und nicht weniger. Jedoch ist es so, dass in unserem urbanen Leben gewisse Menschenregeln herrschen. Hundeuntugenden haben hier nichts zu suchen, so der Homo sapiens! Der beste Freund des Menschen wird stets gezwungen brav bei Fuß zu laufen, soll jedem Artgenossen gut Freund sein, Kinder müssen im vollen Umfang geliebt werden und schön artig soll er auch noch sein. Lassie, Boomer usw lassen grüßen. Die heile Welt der Hunde. Leider entspricht das nicht oft der Wirklichkeit. Fakt ist- Hund ist Hund, Mensch ist Mensch, wenn wir dies mehr beherzigen würden, wäre eine Harmonie, wie wir sie uns wünschen schon eher möglich. Hierzu sei einmal Jose Arcé zitiert: Warum sehen die Menschen das Pferd, als Pferd, die Katze als Katze, aber den Hund NICHT als Hund??? Erstaunlich oder?

 

Es gibt die Fraktion der Diktatoren, die ihre Hunde beherrschen wollen, auf der anderen Seite befinden sich die Extrem-Vermenschlicher. Hunde werden hier krank geliebt, sie sind Platzhalter für die eigenen Sehnsüchte und Erwartungen, die sich beim Mensch nicht erfüllt haben.

 

Vordergründig, so meine ich, sollte man sich als erstes mit dem Rudelverhalten von Wölfen/ Hunden beschäftigen.

 

In einem Rudel, wird koordiniert agiert und interagiert. Die Hunde haben eine geordnete Struktur und klare Stellungen innerhalb der sozialen Gruppe. Es herrscht ein eindeutiges Informations- und Kommunikationssystem. Wolfhunde besitzen ein hochentwickeltes Sozialverhalten und sie verfügen über ein differenziertes Kommunikationsvermögen. Jenes Erbe macht diese Tiere so einzigartig, aber auch anspruchsvoll! Viele andere Rassen haben diese ursprüngliche Art von Kommunikation im Laufe der Zeit abgelegt, oder noch viel schlimmer- es wurde ihnen ab gezüchtet. Siehe nur die Knautschgesichter, die keinen Ausdruck mehr haben und ständig zum dahinröcheln verbannt sind. Meist besitzen diese nicht einmal mehr eine Rute. Wie soll ein winziger Stummel am Hinterteil dieser armen Kreatur Angst oder Freude zeigen??? Wenn Mensch Gott spielt, kommt meist nichts Gescheites dabei raus.

 

Auch der (Haus)- Hund ist gruppenorientiert, anpassungsfähig, flexibel und es sind sozial-intelligente Kaniden. Im Gegensatz zum Wolf hat sich der Hund über Jahrtausende auf eine enge Partnerschaft mit dem Menschen spezialisiert. So spricht man von keinem Zufall, dass sich gerade der Wolf domestiziert hat. Das altbewährte Sozialsystem des Urvaters ist auch dem Hund heut noch eigen.

 

Zum Zweiten sollte sich jeder Hundefreund mit der Körpersprache des Hundes auseinandersetzen.


Die „cut off signals“ sind seit vielen Jahren bekannt und in zahlreichen Büchern geschildert. Ein Hund verfügt mindestens über 28, 29 Signale. Manche dieser Signale sind doppelt belegt, in dem Sinne, dass sie in manchen Situationen einem anderen Zweck als der Beschwichtigung dienen. Manche werden blitzschnell, andere länger gezeigt. Es braucht ein wenig Zeit und Übung, bevor man gelernt hat, sie alle zu erkennen, aber es ist die Arbeit und den Zeitaufwand wirklich wert.

Dazu Bloch: Man unterscheidet zwischen den "calming signals" (Beruhigungssignale) und den "appeasement signals" (Beschwichtigungssignale). Rangniedere Wölfe zeigen gegenüber ranghohen Wölfen Beschwichtigungssignale und ranghohe Tiere gegenüber rangniederen Beruhigungssignale.

 

Die Hundesprache nicht richtig lesen zu können, kann tatsächlich viele Konsequenzen haben.

 


Wie sieht es nun mit dem Gehorsam aus?

 

Der Hund mein Partner, der Hund als mein bester Freund und dann absoluter Gehorsam? Verlange ich denn eigtl ergebenen Gehorsam von einer Freundin oder Freund, oder von meinem Ehepartner/ in? Gehe ich denn wie Major Payne durch die Wohnung und diktiere meinen Ehegatten mit forschen Worten umher? Wenn ja, dann sollten Sie Ihre Beziehung etwas überdenken. Wenn nicht, weshalb tun Sie es dann mit Ihrem Hund? Basiert denn eine Partnerschaft nicht eher auf Vertrauen und Respekt, geben und nehmen? Akzeptanz der Persönlichkeit und respektvoller Umgang ist der Grundstock einer Beziehung, der menschlichen und der „hündischen“.

 

Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch. Natürlich sollte jeder Hund gewisse Kommandos beherrschen, wie Sitz/Platz und Komm kann von Vorteil sein. Ich nenne es einfach Benehmen. Ein Hund sollte sich benehmen können, im Haus und natürlich auch außerhalb der Umfriedung.

Meine Hunde wissen um ihren Platz bei uns in der Familie. Jeder einzelne Hund darf nach seinen Bedürfnissen und nach seinem Wesen hier leben. Dennoch führen wir ein straffes, jedoch dominanz freies Regiment, ohne diesem würden meine Wolfhunde selbst ihr Dasein für sich entscheiden. Feste Schlafplätze im Haus, einige Tabuzonen, Spaziergehregeln usw begleiten unseren Tag. Zauberwort hier "stilles Einvernehmen"!

Natürlich dürfen meine Hunde auch toben und Mäuse suchen, Löcher graben und alles was ein Hundeherz glücklich macht, aber alles zu seiner Zeit.

 

Wir sind sparsam mit menschlichen Emotionen. Dh das legendäre Lob hört man bei uns eher selten. Positiv bestärkt werden meine Vierbeiner mit zarten Berührungen und ruhigen Worten. Vorallem meine TWH Hündin kann man hier völlig aus dem Konzept bringen. Denn oft reagieren Hunde auf ein Lob genau mit dem was man nicht möchte. Viele Wolfhunde neigen zum Aufspringen (was letztendlich eigtl nur eine Art Unterwerfungsgeste/ Beschwichtigung ist) da sie einfach gerne den Gesicht-, bzw den Mundbereich ablecken wollen. So, jetzt hat man gute Arbeit geleistet und hat seinen Hund endlich im Sitz.  Nun folgt ein, "oh wie brav, fein gemacht", man freut sich wie ein Schnitzel, der Hund bemerkt dies in Nullkommanix und was passiert- er springt wie ein Irrer an einem hoch. Der Preis geht an Sie!

Unseren Hunden wird gutes Fressen zu Teil, wir sorgen uns liebevoll um sie, sie leben in einem guten Zuhause, sie werden ausreichend bewegt, haben soziale Kontakte mit anderen Hunden und sie dürfen mit uns Arsch an Arsch kuscheln- das ist Lob vom Feinsten. Der Platz im Rudel und die damit verbundene Sicherheit der Existenz- das ist das Credo der Natur! Ich liebe meine Hunde über alles, wer bei mir war, weiß was ich damit meine. Gestreichelt, liebkost und gekuschelt wird bei uns erst wenn die Hunde entspannt und ruhig sind. Nur dann macht es wirklich Sinn.

 

Nanouk, Tschuna, Mingan und auch klein Hatschi laufen stets ohne Leine, sie orientieren sich freiwillig und gerne an uns. Die Vier befinden sich immer in einem Radius von

2 bis 5 m um uns und das ohne Aufforderung. Befinden wir uns in einem Gebiet mit Leinenpflicht, dann ist auch dort jeder meiner Hunde absolut leicht und mit durchhängender Leine zu führen. Der Jagdtrieb ist bei allen kontrollierbar und stellt somit kein außerordentliches Problem dar. Wenn unser Tisch gedeckt ist, kommt keiner meiner Hunde auf die Idee davon etwas zu stehlen, auch wenn wir den Raum verlassen! Sie wissen sich zu benehmen. Ab und an fressen meine Hunde aus einem Napf, auch wenn es sich um "gewichtige" Nahrung handelt. Disziplin und Ordnung auch hier.

Wichtig: Diese Maßnahmen sollten allzeit stressfrei vonstatten gehen.

 

Nun werden einige hellwach werden. Auch kleine Disziplinierungen, bzw Korrekturen finden bei uns innerhalb und außerhalb meines kleinen Rudels statt. Dh meine Hunde regeln in ihrer Gruppe ihre Position selbst, was zu 100% stimmig ist. Es gibt schlichtweg bei uns keine ernsthaften Kämpfe mit Beschädigung. Es herrscht stets eine ruhige und entspannte Stimmung. Das liegt aber auch daran, dass ich meine Hunde anleite und sie mir vertrauen.

Zum anderen lass auch ich mir von vier Hunden nicht auf der Nase rumtanzen. Bei uns reicht ein Blick, eine Geste und vor allem eine gute Körperhaltung bewirkt so einiges.  Bei gröberen Verstößen kann  man gut mit seinem Körper agieren..

Abdrängen, Wegabschneiden oder körperlich "groß" machen, mit wirklich ernsthaften Absichten, bringen den Erfolg. Es hilft nichts, wenn sie nur äußerlich groß sind. Die innere Haltung ist das A und O. Ich muss von dem was ich mache 100 % überzeugt sein. (Mentale Kontrolle)

Eine Rudelhaltung verlangt definitiv nach Richtlinien. 

 

Noch kurz als Tipp: Wenn Ihr Hund Wege geht, die Sie nicht wollen und wenn Ihr Hund gerne auf Durchzug macht,  weil er Sie nicht richtig "sieht", dann hat sich die gute alte Schleppleine bewährt. Denn ein kleiner Streuner oder Jäger, der gerne den Stinkefinger Richtung Mensch zeigt, ist besser beraten, wenn er an einer langen, doch kontrollierbaren Leine zu erreichen ist. Da hilft die ganze liebgemeinte Freiheit nichts, wenn der Hund sich nicht an seinem Anleiter orientiert! Übung macht den Meister.

 

Wie wir bereits wissen stammt jeder Hund vom Wolf ab. Einige Rassen, sowie der Wolfhund, auch nordische Rassen usw besitzen noch die Grundzüge des Urvaters. Generell sollte man immer auf die rassespezifischen Eigenschaften achten. Es liegt nun einmal auf der Hand, dass Hütehunde gerne Aufgaben erfüllen, hingegen ein Mops evtl etwas träger durch die Welt flaniert. Wählt man einen Hund weil er vielleicht gerade „in“ ist, oder weil er so toll aussieht, beachtet aber dabei nicht seinen Ursprung, werden die Weichen für´s spätere Leben gestellt. Wird man dann seinen Anforderungen nicht gerecht, haben weder die Besitzer noch der Hund ein schönes Leben! Vor allem bei Wolfhunden läuft man Gefahr, sich durch die tolle Optik blenden zu lassen. Der Blick hinter die Kulissen ist unabdingbar!

 

Wie verhält es sich nun mit Wolfhunden?

 

                               Vorab- ein Wolfhund ist nichts für

 

"dumme Menschen"!

 

Einen Wolfhund sollte man sich niemals anschaffen, wenn man sein Ego damit befriedigen möchte und es gilt

 

"in der Ruhe liegt die Kraft"!

 

 

Der “ Wildanteil“, hat bei dieser Rasse seinen Anspruch. Wolfhunde sind hoch intelligent. Ihre Sinne sind extrem ausgeprägt und ihr Verhalten ist sehr ursprünglich. Der Wolfhund ist kein „Please-to-will-Hund“, wie man es evtl beim DSH her kennt. Ein Wolfhund möchte mit seinen Menschen leben und nicht dumm Stöckchen holen. Seine Familie, bzw Gruppe ist sein höchstes Gut. Er braucht seinen Platz in der Familie, wo er sich ruhig und gelassen wohlfühlen kann. Dh aber auch, dass er eine verlässliche Anleitung braucht! Ich benutze gerne dieses Wort Anleiter oder Anleitung, weil Rudelführer für mich nicht so stimmig ist. Mensch und Hund sind kein Rudel, wir sind nicht artgleich und auch nicht miteinander verwandt. Wir sind eher eine Gruppe oder auch ein Familienverband. Trotzdem muss von Anfang eine gesunde Hierarchie festgelegt werden. Jedoch muss berücksichtigt werden, ob uns die Caniden mit in ihren Kreis aufnehmen und uns als menschlichen Anleiter überhaupt anerkennen, ist in der Wissenschaft umstritten. 

 

Wer ist nun der Entscheidungsträger?

 

Wie es nun einmal so ist, egal ob in einer Firma oder im Verein, es gibt Chefs und Lehrer oder Trainer, die über gewisse Abläufe bestimmen. Ohne die würde jeder machen was er für richtig hält. Ergo- ein heiles Durcheinander würde entstehen.
Auch ein Hund, oder Wolfhund möchte und muss geführt und geleitet werden. Es ist eben der Lauf der Dinge und es ist die Natur, die uns dies vorgibt. Ist ein Hund führungslos, ist er orientierungslos! Ist das Reglement gut festgelegt, weiß der Vierbeiner um seinen Platz. Grundvoraussetzung ist:  Der Hund sollte seinem Anleiter vertrauen können! Ruhig, souverän und nicht ungerecht sollte die Führung sein. Nicht die Stärksten sind in der Wildnis die "Alphatiere" (ja ich weiß, Alpha ist nicht ganz korrekt, besser wäre "Eltern", bitte siehe Text in grün, weiter unten) sondern die, die sich im Rudel schlau und souverän zeigen. Niemals ist der „Kopf“ einer Gemeinschaft ein Haudrauf, never! Studien belegen, dass Leittiere, egal ob Affen oder Wölfe allesamt einen erhöhten Serotoninspiegel aufweisen. Dh glückliche und entspannte Anführer sind gute Leader und werden auch als solche bedingungslos anerkannt.

 

Ein kleiner Auszug von David Mech:

 

Die Verbreitung neuerer Erkenntnisse über das Zusammenleben von Wölfen verdanken wir vor allem dem Amerikaner David Mech. Was er in jahrelanger Forschungsarbeit heraus fand:

Wolfsrudel in Freiheit bestehen stets aus Familienverbänden, mit Wolfseltern und ihrem Nachwuchs in verschiedenen Altersstufen. Und genau so wie in einer Familie geht es in diesen Rudeln auch zu: Die „Leitwölfin“ und der „Leitwolf“ sind keinesfalls strenge Autoritäten, die ihren Rang gegenüber der Konkurrenz verteidigen, sondern nichts anderes als liebevolle und fürsorgliche Eltern.

wolf-und-jungtiereDas Zusammenleben im Wolfsrudel ist eine sehr friedliche Sache: Der Nachwuchs hat quasi Narrenfreiheit und genießt vielfältigste Privilegien: Die jungen Wölfe dürfen wild spielen, ohne zurecht gewiesen zu werden. Sie dürfen zu den Erwachsenen gehen und um Futter betteln. Diese akzeptieren das und würgen teilweise sogar Futter wieder hervor, wenn sie dazu aufgefordert werden. Übrigens zeigten sogar Beobachtungen in einem schlecht gehaltenen Wolfsrudel in Gefangenschaft, dass selbst in Zeiten von Futternot die erfahrensten, älteren Tiere ihren Nachkommen Futter abgeben. Sogar erwachsene Nachkommen werden im Notfall noch von den Wolfseltern versorgt. „Ranghoch“ zu sein, hat also in erster Linie etwas damit zu tun, sich um das Wohlergehen der Rudelmitglieder zu kümmern.

Zurechtweisungen kommen im Wolfsrudel sehr selten vor. Im  Ausnahmefall werden dem Nachwuchs die Grenzen gezeigt – und wenn, dann geschieht dies im Regelfall gewaltfrei und so gut wie ohne Körperkontakt. Falls eine Zurechtweisung nötig ist, knurrt das Elterntier. In aller Regel reicht das aus. Wirkt das wider Erwarten nicht, öffnet der erwachsene Wolf den Fang, legt ihn ganz leicht über den Fang des Wolfskindes und drückt ihn leicht nach unten. Dies alles ist völlig schmerzlos und gewaltlos und die einzige – und darüber hinaus äußerst seltene – Art, wie Wölfe ihre Nachkommen korrigieren.

Wenn sich ein Wolf einem anderen unterwirft, tut er das freiwillig. Erzwungen wird eine Unterwerfung im Rudelalltag nicht. Freiwillige Unterwerfungsgesten fördern den freundlichen Umgang miteinander und bestehen häufig aus dem Lecken der Schnauze des anderen Tieres (was übrigens häufig im Zusammenhang mit Futterbetteln auftritt und vom anderen Tier dadurch beantwortet wird, dass es Futter hervorwürgt) oder dem sich auf die Seite oder auf den Rücken drehen, damit das andere Tier an den Genitalien oder in der Leistengegend schnuppern kann.

Insgesamt sind Wölfe Meister im Konfliktlösen. Sie vermeiden Auseinandersetzungen, wann immer es geht. Ernstkämpfe sind die absolute Ausnahme. David Mech hat innerhalb von 13 Jahren Wolfsbeobachtungen auf dem Kanadischen Ellesmere Island keinerlei Dominanzstreitigkeiten mit anderen Wölfen beobachtet.

Übrigens: Kein Anführer eines Wolfsrudels kann seine Schutzbefohlenen zu etwas zwingen. Kooperation geschieht freiwillig, „Gehorsam“ spielt im Wolfsrudel keine Rolle.

 

Bloch´s Aussage hierzu:

 

Das Familienkonzept des Wolfes gleicht dem Menschen ungemein. Auch wir leiten unsere Kinder zur Selbständigkeit an und kontrollieren bis zu einem gewissen Punkt ihre Lebensführung.

 

Weiter heißt es: Nach Abwanderung und Familienneugründung erreichen auch ehemals rangniedrige Wölfe gegenüber dem eigenen Nachwuchs quasi automatisch den so genannten "Alpha-Status". (Sehen Sie, auch Günther Bloch spricht von Alpha... )

 

 

 

Ein Wolfhund- für wen geeignet?

 

Wenn ich mir einen Wolfhund erwerben möchte, sollte man sich als erstes fragen: Bin ich ein glücklicher und zufriedener Mensch, der hauptsächlich Zeit und Energie für solch ein Tier aufbringen kann? Bin ich bereit mein Leben umzukrempeln und festgefahrene Wege zu verlassen?


Denn, wenn ich mit mir und mit meiner Umwelt nicht zurechtkomme, sollte man die Finger von solchen Hunden lassen. Eine unruhige/ unausgeglichene Seele, wäre das erste was der Wolfhund merken würde, und das hätte fatale Auswirkungen.

ZA haben Drill und Druck in der Wolf (Hunde)-Welt nichts zu suchen. Ein scharfer Ton macht keine gute Beziehung. Gewalt, Grobheiten, Unterdrückung etc, ein absolut falsches Verhalten bei diesen sensiblen Wesen. Druck erzeugt Gegendruck, Aggression erzeugt eben Aggression. Schreien, Schikanieren und Herumkommandieren ist hier fehl am Platz. Man braucht ein Maß an Ruhe, Konsequenz und Entschiedenheit. Hunde haben ein gutes Gehör, die Sprache des Hundes ist eine leise. Wenn mein Hund nicht gerne zu mir kommt, oder wenn mein pelziger Freund nicht das tut was ich von ihm erwarte, dann mache ICH was falsch. So ist es und nicht umgekehrt. Ein Hund sollte stets freudig zu seinem Herrn laufen, nie weil er dazu grob genötigt wird!
Zieht zB mein Vierbeiner permanent an der Leine, dann ist in der Mensch-Hundbeziehung der Wurm drin. Das Leitwolftraining von Mirco Tomasini leistet hier gute Dienste. Leine ich meinen Hund ab und er macht einen auf Durchzug, ist das ebenso ein Zeichen für eine mangelhafte Beziehung. Das Wort Bindung, es bedeutet sehr viel, auch wenn es von vielen belächelt wird.


Führung darf nicht mit Dominanz verwechselt werden. Und Unterordnung darf nichts mit Angst zu tun haben.


Wenn Sie die Führungsrolle beanspruchen wollen, dann bitte nicht mit niederdrücken, strafen oder dominieren. Es ist eine Frage des Respekts.

Wir müssen begreifen was Caniden sind und ihre ureigenen Bedürfnisse nach Sicherheit, erfüllen.


Kommen wir wieder  zum Gehorsam, bzw Benehmen. Natürlich beherrschen all meine Hunde Sitz und Platz, aber es ist mir persönlich nicht wichtig. Mir ist wichtig, dass sie mir folgen, ohne viel Gequatsche. Und falls Queen Mum oder der Papst auftaucht, die Hunde sollten bei mir bleiben und nicht auf den Fremdreiz unkontrolliert zu rasen. Das ist die hohe Kunst, meines Erachtens.
Denkt doch einfach mal an die Hunde von Obdachlosen. Sie sind oft sehr brav, liegen rum, folgen seinem Herrchen auf Schritt und Tritt. Diese Hunde haben einen so innigen Bezug zu ihrem Besitzer, warum wird das wohl so sein? Kleine Denkaufgabe... !

 

 

Mit einem Wolfhund, so meine persönliche Erfahrung, dauert es zT Jahre, bis ein Gespann gut harmoniert. Es ist Arbeit, Geduld und Konsequenz gefragt. Herbe Rückschläge lassen einem manchmal verzweifeln. Wer was anderes sagt, lügt! Man liest viele unangenehme Dinge über Wolfhunde, ja sie stimmen. Aber- wie gesagt, es liegt am Menschen, ob er damit umgehen kann. Wenn der Mensch nicht mit seinem Wolfhund konform läuft, dann bitte, gebt nicht dem Wolfhund die Schuld.

 


Nun zu einem modernen Problem, das mich persönlich am meisten nervt.

 

Das Zumüllen unserer Hunde mit all möglichen Dingen. Wie zB Wörtern, Phrasen, Futter,  Liebkosungen nach humanitären Bedürfnissen. Wenn ein Hund mit menschlichen Emotionen zu sehr belastet wird, hat das keinen Sinn. Man muss sich im Klaren sein, dass der Hund anders gestrickt ist als der Mensch. Hunde können natürlich denken, aber nicht so abstrakt wie wir. Ihre Gefühlswelt ist eine andere. Sie haben kein Mitleid und sie sind Opportunisten. Im Gegensatz zu uns haben Hunde kein Unrechtsempfinden. (Leider gibt es viele Menschen, von denen man das auch nicht behaupten kann) Vor allem Wolfhunde sind im Denken klarer als herkömmliche Rassen. Der Mensch muss dem Wolfhund immer einen Schritt vorausdenken. Dies kann unter Umständen manchmal sehr anstrengend sein. Aber so ist es eben. Wolfhunde handeln nach ihren Bedürfnissen. Lenkt der Mensch in diesem Zusammenhang nicht vernünftig, kann man sich sauber hinten anstellen.

 

Wir kommunizieren mit unseren Hunden hauptsächlich nonverbal! Es ist definitiv die beste Methode mit Hunden zu sprechen!!! Mehr dazu von Frau Jan Fenell in ihren Büchern.

 

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Das Einfügen in die Familie sollte der Wolfhund von Anfang an gut lernen, stets positiv, aber mit voller Konsequenz. Geduld spielt dabei eine große Rolle. Hin und wieder reicht ein „Aussitzen“ vollkommen aus. Und viele Problemchen verlieren sich im Nichts.

Als nächstes braucht ein Hund Regeln. Und die beginnen bereits im Haus, nicht erst beim Spazierengehen, wo die Reizschwelle eh schon enorm belastet ist. In erster Linie brauchen Wolfhunde klare Vorgaben. Beobachtet man wildlebende Hunde/ Wölfe oder sogar seine eigenen, erkennt man immer eine Struktur. Ist der Mensch dem Hund gegenüber inkonsequent, wird dieser versuchen die Kontrolle zu übernehmen. Diese Hunde sind meist naturgemäß aggressiver. Kann der Hund in einer gewissen Situation nicht flüchten oder ausweichen, fällt er instinktiv in den dominanten Part. Unsere Vierbeiner brauchen klare und konsequente Grenzen, damit sie nicht das Gefühl haben, immer wieder selbst ausloten zu müssen, wo die Grenzen sind. Hunden muss man klare Regeln in einer sicheren Struktur bieten, damit sie sich daran gewöhnen können, Ihren Anweisungen Folge zu leisten und sich an Ihnen, dem Besitzer, zu orientieren. Ein Mangel an Struktur bedeutet Chaos! Bitte arbeiten Sie aber nie mit Zwang oder Druck. Es muss Ihnen gelingen, Sanftheit und Zuneigung mit Klarheit, Konsequenz und Verlässlichkeit zu verbinden.


Welpen werden bereits vom Muttertier in der 4. Woche mit den ersten Regeln vertraut gemacht.
Wird ein Welpe vorerst mit drei Wochen nur angeknurrt, weil er der Mutter verdächtig nah ans Fressen kommt, wird er mit 5 Wochen dafür zügig, jedoch schmerzlos diszipliniert. Einmal kurz über die Schnauze, und der Kleine weiß, was Sache ist. Ja das Hundeleben scheint für Menschenaugen hart, aber fair.

Der Mythos, man solle den Hund bei einem Fehlverhalten am Nacken schütteln ist schlichtweg falsch. Wir haben schon etliche Würfe großgezogen. Aber nie wurde ein Welpe am Nacken geschüttelt. Für mich kommt diese Sanktion in der Natur nicht vor. Deshalb bitte liebe Leut, hört auf mit dem Unfug. Generell sollte man seinen Hund nicht am Hals, Nacken oder sonst wo ziehen und zerren. Es gibt schönere und bessere Methoden dem Hund Benehmen beizubringen. Dies ist eine Piesackerei, die auf keinen Fall nötig ist. Diese Hunde stumpfen ab. Kennen Sie den Begriff „erlernte Hilflosigkeit“? Einfach mal googeln, ganz interessant.

Verhält sich ein Welpe in den Augen der Mutter falsch gibt’s den legendären Schnauzgriff, aber so dass der Kleine nicht wirklich Schaden nimmt. Aber eine große Schnauze von Mama oder Papa beeindruckt eben.
Die Eltern zeichnen sich stets durch große Toleranz, Freundlichkeit und Fürsorglichkeit gegenüber ihren Schützlingen aus. Ihr Hauptanliegen ist es, ihnen Schutz zu bieten und dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht.

 

Wie sieht eine vernünftige Auslastung eines Hundes aus?

 

Als erstes: Liebe Mitmenschen, wenn ihr den ganzen Tag berufstätig seid, schafft euch keinen Hund an!

 

Ein Hund, speziell der Wolfhund braucht engen Familienkontakt. Den ganzen Tag im Garten oder Zwinger, auch wenn ein Zweithund dabei ist, keine gute Lösung. Fakt ist, Hunde die oft mit ihren Bezugspersonen zusammen sind, haben eine bessere Bindung und das Miteinander steht auf einem soliden Fundament. Ist ein Wolfhund sich selbst überlassen, fängt er an nach seinen Regeln  zu agieren. Er ist haltlos und führungslos in seiner Welt, das führt auf Dauer zur Unsicherheit. Der Hund sollte 24 Stunden am Tag wissen, welche Position ihm zusteht. Ja, ich höre euch aufschreien! Mir ist völlig bewusst, dass nicht jeder zu Hause rum sitzen kann. Natürlich gehen heutzutage die meisten arbeiten. Anders wäre eine gesicherte Existenz nicht möglich. Dennoch, 8 Stunden am Tag den Hund ins Abseits zu stellen, hat nichts mit Tierliebe zu tun. Meine Hunde zB kommen mit einer Abwesenheit von drei bis vier Stunden gut zurecht, wobei wir 4 Hunde besitzen. Ein kleines Rudel kann man doch leichter mal alleine lassen.

 

Hinzu kommt die fehlende Auslastung. Ein Wolfhund ist agil und sehr robust. Er bewegt sich gut und gerne. Ihm macht schlechtes Wetter nichts aus, ob Schnee oder Regen, ein Wolfhund will ausgelastet werden. Und damit meine ich nicht, einmal um den Block in einer Wohnsiedlung! Wobei eine Großstadt auch nicht zum Lieblingsort eines Wolfhundes gehört. Vergesst den ganzen Pipifax, wie Hunde dürfen zB im Welpenalter nicht Treppen steigen. Nun gut, jeden Tag auf den "Empire State Building" rauf und runter ist keine gute Idee. Aber eine stinknormale Treppe schadet keiner Wolfhundehüfte. Verlasst euch hier am besten auf euer Gefühl!

Moderate Bewegung regt die Produktion bestimmter Endorphine und Hormonen an. Dh gemäßigte, ausdauernde Bewegung erhöht sowohl den Serotonin- als auch den NE-Spiegel im Gehirn, was ähnliche Auswirkung auf Hunde hat wie die Gabe von Angst lindernden Medikamenten. Dadurch können Aggression und Reaktivität verringert werden. Ein Hund mit ausreichender Bewegung erlebt den Einfluss von Glücksbotenstoffen im Gehirn, was ein ruhiges, entspanntes und manchmal euphorisches Befinden begünstigt.

Wiederum sind auch Ruhezeiten sehr wichtig! Man darf diese nicht unterschätzen. Der Körper des Hundes benötigt auch Zeit um das „chemische Ungleichgewicht“, zB nach einem Training, nach körperlicher Auslastung oder auch nach einer stressigen Situation wieder in Balance zu bringen. Setzt man Hunde zu lange Disstress aus, wären sie nicht mehr in der Lage zu lernen. Überforderung schafft Nervosität. Wildlebende Hunde zB verbringen 50% der 24 Stunden  mit schlafen, und vom Rest nochmals 50 % mit wachsamen Herumliegen. Ca. eineinhalb Stunden wird mit Nahrungserwerb verbracht und um die zweieinhalb Stunden amüsieren sie sich mit sozialen Aktivitäten. Die Balance aus vernünftiger Auslastung und entspannten Ruhephasen ist schon die halbe Miete.

 

Manch soziales, gut ausgeglichenes Spiel zwischen Vierbeinern und natürlich auch mit den Besitzern, welches unter Umständen Stunden dauern kann, wirkt wahre Wunder, wenn es um perfekte Auslastung geht!

 

Spielen schafft eine gute Bindung zwischen Mensch und Hund!

 

 

Last but not least- das Fressen!    

 

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Bitte macht eure Hunde nicht nur satt, sondern ernährt sie, so wie es euch die Natur vorgibt.

 

Letztendlich brauchen wir auch zu der Erziehung und Haltung eine gute/ artgerechte Kost.
Hunde, auch Wölfe sind Halbkarnivoren. Dh sie ernähren sich von Fleisch und von anderen nahrhaften Dingen, wie zB Gräsern, Kräutern und Obst. Der neueste Trend aus Amerika erschüttert mich regelrecht, denn vegan für Hunde ist mehr als ein dummer Trend! Verantwortungsvolle Tierbesitzer sollten außerdem kein Industriefutter füttern. Extrudiertes Trockenfutter ist aus verschiedenen Gründen strikt abzulehnen. Es enthält Dinge, die kein Hund wirklich benötigt. Getreide, Tiermehle, künstliche Zusatzstoffe, Stärke etc die dann im Magen des Hundes extrem aufquellen- nein danke!
Mehr zu dem Thema von Frau Dr. Jutta Ziegler oder auch Swanie Simon.

 

Aus Kostengründen mischen die Hersteller meist Mais oder Maismehl, was wenig Tryptophan aber viel Tyrosin enthält, mit in das Industriefutter. Nachweislich senkt dies im Gehirn des Hundes den Serotoninspiegel. Hunde die unter einem Mangel an Serotonin leiden, sind besonders schmerzempfindlich, reagieren über, sind überzogen emotional und/ oder aggressiv.

Einige Hunde reagieren auch auf diverse Inhaltsstoffe, was sich in Verhaltensproblemen manifestieren kann. Wie gesagt, die Ernährung kann das Verhalten eines Hundes erheblich beeinflussen. Füttert der Halter ein Futter von minderer Qualität, kann das zu einer Mangelernährung des Hundes führen, was wiederum Stress im Organismus verursachen kann. Nebenerzeugnisse und Füllstoffe aus Getreide sind schon schlimm genug, doch gewisse chemische Konservierungsmittel, Farbstoffe und Chemikalien, die dazu dienen, das Futter feucht zu halten, können zu Problemen führen. Diese Art von Ernährung ist keinesfalls gut, geschweige artgemäß.

Neigt ein Hund zu Aggression, hat sich eine proteinärmere Fütterung bewährt.
Vor allem Dominanzaggression, Territorialaggression und Hyperaktivität kann man mit einem reduzierten Proteingehalt vermindern. Gesunde Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln, Quinoa, Buchweizen oder auch Hirse ist hierbei unerlässlich.

 

 

Noch kurz zum Thema Wolfhund!

 

Es gibt etliche Wolfhunderassen in Deutschland. Den Saarloos Wolfhund und den Tschechoslowakischen Wolfshund die dem VDH/ FCI angehören. Weiterhin den Tamaskan, die Marxdorfer Wolfshunde (haben ihren eigenen Verein), den Lycanis Wolfdog (eingetragene und geschützte Marke) und meine Wenigkeit. Weniger bekannt ist der Amerikanische Wolfhund oder der Spencer Wolfdog, der auch keinem Verein zugeordnet ist. Auch hier gibt es einige Züchtungen. Alles wunderbare Tiere, aber-

 

liebäugelt ihr mit einem Wolfhund, dann seid so verwantwortungsvoll und informiert euch ausgiebig vor dem Kauf was ihr euch letztendlich nach Hause holt. Jeder Wolfhund, bzw Wolfhundrasse hat seine Bedürfnisse. Kann man diesen nicht nachkommen, wird es zu einem Fiasko, da geb ich euch Brief und Siegel drauf! Lasst euch von kompetenten Züchtern aufklären.

 

Weiter muss hier ernsthaft hinterfragt werden: Bewirkt das Einkreuzen von Wölfen in unsere Haushundbestände eine Verbesserung oder führt es zu Rückschritten in der Hundezucht?

 

Wolfhunde zeigen rassetypische Verhaltensprobleme aus zoologischer Sicht, das ist Fakt. Ausgeprägte Scheuheit, eingeschränkte Lernfähigkeit, extremes territoriales Verhalten gegenüber Mensch und Hund und ein Sozialverhalten/ Rangordnung. Um nur einige Verhaltensweisen zu nennen. Viele Menschen sind so fasziniert von Wölfen, dass sie sich gerne einen aufs Sofa holen wollen. Aber dies ist tierschutzrelevant und jeder tierliebe Mensch auf dieser Welt sollte von Züchtungen dieser problematischen Hybriden (lat. Hybrida- der Bastard, ja ich weiß, manche Spezialisten werden jetzt Einspruch erheben....es dient lediglich der Erläuterung ) die Finger lassen. Man tut sich und seinem "wilden Gefährten" keinen Gefallen. Zudem unterliegt ein Wildtier aus artenschutzrechtlichen Gründen einer Haltungsgenehmigung, bzw es gelten gewisse Haltungsbedingungen für Wirbeltiere besonders geschützten Arten.

 

Es gibt einige Gegner dieser "high content´s" oder Wolfsmischlingen und das zu Recht! Bloch, Radinger und Co sind vehement gegen solche Züchtungen. Sie meinen Hybriden sind Kunstprodukte die der Mensch nicht braucht.

 

Ein Wildtier, auch wenn es noch so schön ist, hat in einem Wohnzimmer nichts zu suchen. Auch ich versuche in meiner Zucht, wolfsähnliche Hunde hervorzubringen, allerdings verzichte ich aus tierschutzrelevanten Gründen auf das Einkreuzen hochprozentiger Tiere. Mit dem Erwerb von Mingan (er ist wahrlich eine Herausforderung für uns, dennoch ist er eine wahnsinnige Bereicherung für mein Leben) habe auch ich mich etwas aus dem Fenster gelehnt, aber mit der Prämisse- ihm und der Nachzucht gerecht zu werden. Anzumerken ist hier: Durch Nanouk und Tschuna, durch etlichen Kurse und Fortbildungen, meine Ausbildung zur Hundepsychologin,  und letztendlich auch durch die Zucht konnte ich auf diesem Gebiet viel Erfahrung sammeln, dies ist ein enormer Vorteil, für das gute Miteinander mit Minki.

 

Mit diesem Text will ich keinem Züchter zu nahe treten. Es liegt mir fern, über jemanden schlecht zu reden. Leben und eben leben lassen. Dennoch sollte jeder Wolfhundeanwärter sich hinterfragen: Kann ich einem Wolfhund, egal welchem wirklich gerecht werden?

 

 

Im Vordergrund sollte immer das Wohl des Tieres stehen!

 

 

 

 

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E p i l o g

 

Liebe Hundefreunde,

 

vergesst nicht dass ihr Menschen seid! Menschen machen im Umgang mit Hunden Fehler, weil es eben menschlich ist. Keine Person auf der Welt darf sich anmaßen und arroganterweise behaupten, dass er im Umgang mit Hunden perfekt ist.

Auch ich habe bei meiner Tschechoslowakischen Wolfhündin extrem viele Fehler bei der Haltung und Erziehung begangen. Was man heute nach gut 10 Jahren immer wieder erkennen kann. LEIDER. Trotzdem, bleibt am Ball, überdenkt eure Ansätze. Was vor Jahren genial war, kann heute völlig irrsinnig sein. Was bei einem Hund super zieht, kann bei einem anderen absolut in die Hose gehen. Seht das Individuum. Macht euch schlau, lest Bücher, die sinnvoll sind. Im Anschluß dies bzgl ein paar Tipps. Geht euren persönlichen Weg. Hört auf euer Gefühl, seid authentisch. Beobachtet eure Hunde und erkennt das Wunderbare in ihnen.

Genießt einfach die Natur, sie ist so wundervoll. Sie zeigt uns stets den Weg, man muss nur offen dafür sein. Seid stimmig mit euch selbst und verbannt die negativen Energien aus eurem Leben. Schließt Frieden und ihr werdet sehen, euer Freund der Hund wird euch gerne und auch ohne Aufforderung folgen!

 

Und bitte liebe Leut- habt ihr euch für einen Vierbeiner entschieden, dann bitte bis an sein Lebensende! Das ist unsere ethische Pflicht!

 

Mehr unter   NACHDENKLICHES  - bitte anklicken!

 

 

Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes. Er ist schneller und gründlicher als ich.

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Alle von Günther Bloch, Fr. Dr. Dorit Feddersen-Petersen, Fr. Dr. Ziegler, Turid Rugaas, Mirco Tomasini, José Arce, Elli Radinger, Jan Fennell, James O´Heare, Dr. Udo Gansloßer,

Dr. med. vet. Renate Jones, Swanie Simon.

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